18. April Miserikordias Domini - von der Barmherzigkeit Gottes

Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.

(Johannes 10,11a.27-28a)

 

Tohuwabohu – so steht es am Anfang der Schöpfungsgeschichte – war die Erde bevor Gott als Schöpfer auftrat und Ordnung machte mit dem Durcheinander. Schöpfung und Chaos werden voneinander getrennt. Aber das Chaos ist immer noch da, bricht immer wieder herein über unsere so sorgfältig aufgestellten Ordnungen. Aber Gott ist auch noch da, der Schöpfer, der wie ein Hirte über uns wacht. Ich bin der gute Hirte, sagt Jesus. Meine Schafe hören meine Stimme.

Es sind viele Stimmen in der Welt. Dass Sie in dieser Woche die hören, die gut für Sie ist wünscht Ihnen

 

Pfarrerin Heidrun Stocker

Quasimodogeniti - wie die neugeborenen Kinder

 

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

 

1. Petrus 1,3

 

Mit dem „weißen Sonntag“ beginnt für Christen der Weg in den Alltag. Die Zeit des unsicheren Wartens ist vorbei, es kommt die Zeit zum Bekennen. Von dem reden, das glauben, was ich nicht mit eigenen Augen gesehen habe. Erfahren können wir es dennoch: in der Gemeinschaft der Glaubenden, wenn wir Gottesdienst miteinander feiern. Leibhaftig oder digital, die Form ist zweitrangig. Wichtig ist Jesus Christus in unserer Mitte. So werden wir zur lebendigen Hoffnung, zu der Gott uns durch die Auferstehung Jesu gemacht hat.

Ostersonntag

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.

Offenbarung 1,18

 

Das Grab ist leer – die Trauer hat keinen Ort mehr. Was in unserem Leben eine traumatische Erfahrung sein kann, keinen Ort für die Trauer zu haben, ist an Ostern Grund zur Freude. Jesus hat uns nicht verlassen oder wurde uns genommen: Er begegnet uns neu.

Fürchtet euch nicht, sagt er, euer Leben hat Zukunft und Hoffnung.

 

Christus ist auferstanden von den Toten. Er hat den Tod durch den Tod überwunden und denen, die im Grabe sind, das Leben geschenkt.

Christus ist auferstanden!

Er ist wahrhaftig auferstanden!

Halleluja!

Palmsonntag - Hosianna dem Sohne Davids

Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Johannes 3, 14b

Gottes Welt steht Kopf. Er muss erhöht werden, sagt er, und wird auf das Äußerste erniedrigt. Er landet bei den Verbrechern. Wie der verlorene Sohn bei den Schweinen landete und nichts mehr hatte.

Erst von dort aus konnte er umkehren und bekam sein Leben geschenkt.

Jesus geht dorthin, wo man Gott nicht lobt, zu den Toten. Von dort beginnt sein Weg zum Leben, Leben für uns.

Wir haben ein geschenktes Leben weil Jesus die Welt auf den Kopf gestellt hat.

Hosianna!