KreuzWege - Andachten in der Passionszeit 

Mittwochs, 18:00 Uhr, Pauluskirche

24. März

Karwoche - Gottesdienste in der Pauluskirche

Donnerstag, 1. April, 18:00 Uhr

Freitag, 2. April, 10:00 Uhr

Osterfest - Gottesdienst in der Pauluskirche

Sonntag, 4. April, 10:00 Uhr

Montag, 5. April, 10:00 Uhr

 

 

 

 

 

24. März - Der Größte ist, wer den andern dient

In unserem Alltag geht es oft um Ansehen und um das, was uns zusteht.

Was haben wir uns erarbeitet, welchen Beruf üben wir aus, wie hoch sind wir auf der Karriereleiter aufgestiegen?

Das richtige Haus, die richtigen Kleider,

der richtige Urlaub.

Ich sollte dir die Füße waschen, sagt Petrus, denn ich stehe unter dir.

Es ist umgekehrt sagt Jesus: Ich bin für euch da. Und so sollt auch Ihr leben. Also: Für wen bin ich da?

 

17. März - Mein Haus soll ein Bethaus heißen...

Jesus wirft die Tische der Händler um

... ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.

Jesus räumt auf. Rücksichtslos, tabula rasa, und es ist genau so, wie es klingt. Tische fallen um, Schafe blöken, Geld rollt klirrend über den Fußboden. Mein Haus soll ein Bethaus sein. Ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht. Jeder schlägt das Beste für sich heraus.

Und dann sind Kinder da und rennen jauchzend den Münzen hinterher. Das stört die Pharisäer. Mein Haus soll ein Bethaus sein. Du störst die Heiligkeit dieses Ortes, sagen sie. Hier kann nicht jeder einfach rein.

Wie stellen wir uns Gottes Haus vor? Vielleicht still, wie eine Kirche? Ruhig, gelassen und schön. Oder doch laut und wild wie das Leben selbst?

Jesus sagt: In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Es gibt verschiedene Räume für verschiedene Menschen mit ihren Bedürfnissen. Eine große Haus WG, in der man sich gegenseitig besucht, miteinander feiert und lacht, miteinander still ist und den Erinnerungen nachhängt. Ein Haus, in dem wirklich für alle gesorgt ist.

In dieser Welt sind nicht alle Räume offen. Manche sind leer, andere sind überfüllt. Hier ist es an uns, Türen zu öffnen, für Menschen zu sorgen, ihnen einen Vorgeschmack auf Gottes Haus zu geben.Manche brauchen die Stille, andere das Leben.

Habe ich einen Raum in diesem Haus?

Lass uns den Weg der Gerechtigkeit geh'n, dein Reich komme, Herr, dein Reich komme.

10. März - Hosianna dem Sohn Davids

Jesus zieht in Jerusalem ein, Halleluja! Ein fröhliches Kinderlied beschreibt eine dramatische Szene.

Ein nicht legitimierter König zieht ein. Ein König der Herzen, das Volk jubelt ihm zu und die Mächtigen bekommen das große Zittern. Es wird Großes erwartet, ein Angriff auf die bestehende Macht, Befreiung von den Zwängen, Rückkehr zur guten alten Zeit, als David der größte König war. So habe ich mir das nicht vorgestellt... werden die Leute später sagen müssen, als dieser Triumphzug am Kreuz endet.

So habe ich mir das nicht vorgestellt. Herr Wohllieb, der das Paradies sucht, hört diesen Satz einmal beiläufig beim Einkaufen. Und er fragt sich, was sich da wohl jemand anders vorgestellt hat, vielleicht siene Ehe oder eine im Internet bestellt Couchgarnitur, möglicherweise das ganze Leben?

Worauf richtet sich der Vorwurf, sich etwas anders vorgestellt zu haben eigentlich? Sind vielleicht die Erwartungen falsch, die man hatte? Herr Wohllieb meint jedenfalls, dass sich kein Mensch alles richtig vorstellen kann, und es manchmal besser ist, sich überraschen zu lassen.

Von Jesu Weg enttäuscht werden kann man jedenfall nur dann, wenn man nur bis zum Kreuz mitgeht und damit dem Tod das letzte Wort überlässt. Welcher König er ist zeigt Jesus am Ostermorgen. Ohne Zuschauer, ohne Triumphzug zeigt er sich nur denen, die ihn nicht aufgegeben haben. Und so ist es bis heute.

Wo hören meine Erwartungen auf?

Kreuz von dem ich gehe in den neuen Tag, bleib in meiner Nähe, dass ich nicht verzag.

3. März Fürwahr, er trug unsere Krankheit...

Christus in Dornen vom Teufel versucht

...wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Jesaja 53

Ja wirklich, Jesus hätte es einfacher haben können. Hat es ihm der Teufel nicht gesagt, damals, als er in der Wüste war? Sprich ein Wort, und die Steine werden Brot! Gott wird dich doch nicht sterben lassen! Hat er nicht seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten? Verneige dich vor mir, und ich lege dir die Welt zu Füßen!

Er hätte alle Grenzen, die das Menschsein ihm auflegte einfach überspringen können.

Die Sorge um den Körper, dass zu Essen da ist, Kleidung, ein Platz zum Schlafen. Sprich nur ein Wort, und die Steine werden Brot.

Die Möglichkeit, dass etwas passiert, eine Krankheit, ein Unfall, Gewalt von Menschen oder der Natur. Hat er nicht seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten?

Die Mühe, die man auf sich nimmt, um das Herz eines Menschen zu gewinnen, Beziehungen zu pflegen, Freundschaften zu erhalten. Verehre mich und ich gebe sie dir alle.

Der Weg Jesu führt ans Kreuz. Das ist schwer anzusehen und auszuhalten. Wir versuchen dem auszuweichen. Das Kreuz wird leer dargestellt oder mit einem Bild der Hoffnung geschmückt. Doch es ist was es ist.

Es stellt eine Frage: Kann ich annehmen, dass Gott sich selbst gibt?

Kreuz auf das ich schaue, steht als Zeichen da, der, dem ich vertraue ist in dir mir nah.

24. Februar Er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen

Der Hirte sucht das verlorene Schaf

Psalm 23

Der wohl bekannteste der 150 Psalmen. Gott als der gute Hirte, der SCHALOM, Wohlergehen für sein Volk sucht. Der aber auch im Tal der Todesschatten da ist. Dort, wo das Leben bedroht ist von inneren und äußeren Feinden.

Jesus führt dieses Bild noch einmal fort, in der Geschichte vom Hirten, der seine Herde verlässt um das eine, verlorene Schaf zu suchen.

Gott geht uns nach, er gibt niemanden verloren. Er geht uns so weit nach, dass er den Himmel verlässt, nicht mehr Gott gleich sein will, um Mensch zu sein.

Im Angesicht seiner Feinde ist der Tisch gedeckt, er selbst wird Brot und Wein. Seine Kirche soll gestärkt und ohne Furcht auf dem Weg sein.

Er ist das Brot, er ist der Wein, steht auf und esst, der Weg ist weit. Es schütze euch der Herr, er wird von Angst befrei'n, es schütze euch der Herr, er wird von Angst befrei'n.